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  Myanmar

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Buddha


Kindermönche




Myanmar gilt als Land der goldenen Pagoden und der Riesen-Buddhas. In dem südost-asiatischen Vielvölkerstaat verehren Burmesen, Shan, Karen, Katchin und Mon den Buddha und die Nats. Die Bonzen der Militärjunta hielten Myanmar seit Jahrzehnten fest im Griff – weitgehend abgeschottet von der Außenwelt. Dies erklärt, warum viele alte Traditionen mehr als anderswo lebendig geblieben sind.
Die majestätische Shwedagon Pagode in Yangon ist mit purem Gold ummantelt. Sie ist der heiligste Ort der Buddhisten. Vor 2500 Jahren, so die Legende, haben zwei burmesische Kaufleute den Buddha in Indien getroffen, als dieser meditierte, um die Erleuchtung zu erlangen. Der Buddha schenkte den Burmesen acht seiner Haare, die sie als Reliquien mit nach Hause brachten. Über einem Reliquien-Schrein wurde die Shwedagon Pagode errichtet.

In Myanmar verehrt man nicht nur den Buddha, sondern auch Geister, die Nats. Es gibt gute Nats und solche, die man fürchtet und zu besänftigen sucht. Von den guten Nats erhoffen sich die Gläubigen Hilfe in allen Lebenslagen.

Vor 1000 Jahren hat König Anawrata versucht, den Geisterglauben auszumerzen. Erfolglos. Volkes Meinung war, dass die Verstandesreligion des Buddhismus vielleicht gut für ein Leben nach dem Tod sei. Doch im hiesigen Leben würden die Nats benötigt. Der König  ging einen Kompromiss ein: Der Buddhismus wurde als Staatsreligion eingeführt. Und die Nats wurden weiterhin toleriert. Neu eingeführt wurden 37 offizielle Nats. Sie sind die Geister von Prominenten: von Königen und Prinzen, die eines gewaltsamen Todes starben.
Bei Nat-Festen mit wilder Musik tragen Tänzer und Sänger Legenden aus dem Leben der Nats vor. Nicht selten wird dabei Kritik an den Herrschenden laut. Auch dies ist ein Grund dafür, dass Nat-Feste im Staat Myanmar so beliebt sind.